Alle Inplayzitate
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James war besonders gewesen. Nicht weil er bedeutungsvoll herausstach oder er sich in der Aufmerksamkeit anderer labte, die enge Kreise um ihn zog, sondern weil in chorischer Einstimmigkeit ein jeder, der nach ihm gefragt würde, sagen würde: He is a good man.
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Zuhause hatte er gelernt, dass Worte Brücken sein konnten, dass man sie nicht wie Waffen gegen andere richtete, sondern dazu nutzte, um Verständnis zu schaffen und Missverständnisse aus dem Weg zu räumen.
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Gael kehrte von der Arbeit nach Hause zurück, anstatt sich nach Argentinien abzusetzen und eine neue Familie mit einer anderen Frau zu gründen, Gael liebte sie.
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Gael hielt den Mund, wenn sie redete, Gael liebte sie.
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Heyne spürte, wie sich seine Augen weiteten, wie er einen weiteren Schritt zurücktrat, seinen eigenen Schläger beinahe schon wie einen Schild vor sich hielt. Es war kein Geheimnis, dass Heyne ein zurückhaltender Mann war, dass er schüchtern, gar ängstlich sein konnte. Aber er hatte noch nie zuvor in seinem Leben Angst vor einem seiner Freunde gehabt. Angst um sie, definitiv, Angst, dass sie ihn verlassen könnten, aber niemals Angst vor ihnen.
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„Der Hobbit handelt von einem haarigen Liliputaner, der sich mit Zwergen auf die Suche nach einem Drachen macht… was bitte soll ich deiner Meinung nach aus diesem Werk Lustiges lernen? Mir die Füße zu rasieren?“
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Kalt und hart wurden Auroras Augen, je tiefer die Gefühle in ihr rotierten und mahlten, wie eine, wegen eines einzigen Sandkornes, außer Kontrolle geratene Maschinerie. Nur dass Aurora schwieg und schwieg und schwieg, die Augen ein Meer aus Vorwürfen, die linke Hand im verschränkten Arm zur Faust geballt.
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Sie sah engelsgleich und zufrieden aus wie eh und jeh, aber auch wie als wäre ihre Mimik aus Porzellan gefertigt. Ein zu grober Handgriff und sie würde entzwei brechen. Was dahinter zum Vorschein kommen würde, war die Frage - Wut? Traurigkeit? Hysterie? Apathie? Welch andere Gefühle standen ihnen als Frauen eigentlich zu?
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In manchen Momenten jedoch war es, als würde sie nicht nur Margots Bewunderung für sich erfühlen, sondern auch eine seltsame Verachtung, den sie sich tiefer und tiefer wie einen Glassplitter in den Fuß trat und den sie nicht mit bloßem Auge auffinden oder den Verursacher ausfindig machen konnte. Sie spürte nur den haarfeinen, unbequemen Schmerz und betrachtete rätselnd die nackte Sohle.
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Nichts im Leben hatte sich für Cillian jemals so leicht angefühlt, wie Margot zu lieben. Es war wie der Frühling der dem Winter folgte eine Selbstverständlichkeit für Cillian gewesen; nichts, worüber er sich je großartig den Kopf hatte zerbrechen müssen - und das nicht, weil James es ihm wie so vieles vorgemacht hatte.
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Seine Zuflucht, das Haus, in welches es Pierre doch immer wieder zurück getrieben hatte, fühlte sich mit einem Mal an wie sein ganz eigener Sarg. Ein bitterer Geschmack hatte seinen ganzen Mund ausgefüllt, selbst der Alkohol hatte ihn nicht fortbrennen können, als wäre das Dach über ihm auch nur Erde, welche auf ihn nieder drückte.
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Es gab genug übrige Liebe in ihrem Körper, aber jene hervorzurufen kostete zu viel Kraft. In diesem Moment spürte sie, wie sie sich verkehrte, wie aus dem Lächeln eines Kindes eine Fratze wurde, wenn man es auf den Kopf drehte. Das Gegenteil ihrer Liebe war hässlich, aber es war das, was Gael zu spüren verdiente, und, das glaubte sie so langsam zu verstehen, das er eigentlich auch von ihr erwartete.
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"Just because I'm not homeless, doesn't mean I'm a princess", grinste sie. Wie, um eben das zu beweisen, nahm sie einen Schluck von der Flasche und ließ sich dann im Schneidersitz auf dem Boden nieder.
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Natürlich war sie herablassend; natürlich verurteilte sie, wie Morrigan augenscheinlich lebte, weil jene auch noch stolz darauf zu sein schien. Das machte es umso leichter für Polina, die Verhärtung des eigenen Herzens nicht in Frage zu stellen, weil Morrigan noch nicht einmal den Anstand besaß, unter ihren Umständen zu leiden.
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Denn Joaquin war schon lange ein Wunder Punkt bei ihm. Alles in ihm schrie danach, zumindest einmal mit seinem jüngsten Bruder richtig den Boden aufzuwischen.
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"Wirklich, Joaquin? Nach all den Jahren schmollst du immer noch wie ein kleines Kind darüber, dass deine großen Brüder nicht mehr Zeit mit dir verbringen konnten? Werd endlich erwachsen."
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Sie sah ihm nach, beobachtete, wie er sich dem Regal zuwandte, als hätte er sie dabei längst gänzlich ausgeblendet. Wie er sich entfernte, die Distanz zwischen ihnen wieder herstellte, als wäre sie eine natürliche Gesetzmäßigkeit.
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Er klang verzweifelt, das wusste er. Und dumm, weil Ambróis Cassidy ihm schon einmal ganz schrecklich das Herz gebrochen hatte. Ja, er klang dumm und fühlte sich dumm, aber er wollte glücklich sein und das hier, ja, das war das Glücklichste, an das er auf die Schnelle heranzukommen glaubte.
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Auch wenn er es nur mäßig schaffte ihr ein paar Worte über ihre eigene Vergangenheit zu entlocken, war ihre Gegenwart so entwaffnend, dass es ihm fast leicht viel, sich selbst stattdessen zu öffnen und ihr Schnipsel seiner Vergangenheit zu offenbaren.
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Er sehnte sich danach, ein Zucken voller Leid über ihr Gesicht huschen zu sehen, ohne sich selbst eingestehen zu können, dass er auch damit sich selbst bestrafte, nicht nur sie. Er wollte einen Beweis dafür haben, dass ihre Liebe zu ihm nicht verwelkt war, sondern sich aufbäumte, sobald er den letzten Rest Zuneigung in Brand zu stecken, zu ersticken, zu erwürgen, zu töten versuchte.
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Ich vermisse selbst deine Wut, ich würde sie Ihnen direkt und jederzeit vom Mund küssen, Miss.
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Das ist es immer noch für mich, auch wenn unsere Wege nicht immer auf einer Linie verlaufen wollten. Vielleicht werden sie das nie; vielleicht bluten sie vielmehr wie Tinte ineinander, wenn wir sie nur lassen.
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Als wäre es ein Festmahl für ihn, breitete Nikolay die verschiedenen Artikel vor ihnen aus - ein ganzes Buffet voller Versagen, das einzig und alleine Maksim gehörte.
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Für Maksim hatte sich Nikolay nie in einem Zustand des Heranwachsens befunden, war nicht erst durch seine Erfahrungen zu dem geformt worden, der er heute war, sondern war schon immer der herablassenden Arroganz erlegen, welche ihm als Erstgeborenem regelrecht in die Wiege gelegt worden war.
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Letztlich hatte sie Venus, trotz der anfänglichen Abneigung gegenüber des lächerlichen Namens, näher kennengelernt und in den Mundwinkeln ihres unschuldigen Lächelns einen scharfen Verstand und Spott gefunden; eine Kombination, die sie so interessant fand, dass sie genauer hinsehen wollte.
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Alejandro legte ungerührt den Kopf schräg; "I look like the whore?" Die rhetorische Frage wurde begleitet vom dunklen Blick aus purem, kaltem Schlick, mit dem er emotional losgelöst Chiyeols nackten Körper ins Auge fasste, bevor er seinen eigenen dunklen Morgenmantel mit gemächlichen Bewegungen zuband.
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Wenn sein Tod schmeckte, wie Alejandro geschmeckt hatte, dann war es nichts anderes als Vorfreude, in welcher Chiyeol jenen erwarten würde. Wenn sein Tod von der gleichen Hitze sein würde, wie jene, die er unter Alejandros Körper gefunden hatte, ja, dann würde Chiyeol nie wieder aufhören wollen, zu sterben.
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Eliyas’ Nähe fühlte sich wie ein ganz eigener Bluterguss an, in den er seine Finger bohrte, den süßlichen Schmerz einerseits auskostend und zugleich immerzu darauf wartend, dass er doch noch umschlug, ihm gänzlich den Boden unter den Beinen wegriss.
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"So, does that include us who have not yet had the pleasure of getting experience working at the Belun ourselves or not? Whoelse but Nikolay even has the required knowledge to fill that position?" Sie selbst, so sehr es sie auch verärgerte, hatte ja noch nicht einmal den Abschluss in der Tasche. Katya war noch nie sonderlich interessiert am Belun gewesen. Miron war Polina von jeher ein Rätsel. Maksim hatte sich noch weniger unter Kontrolle als sie selbst. Ah, und dann war da natürlich Agnessa.
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Nur in ihrer Familie konnte ein Familienfest ungemütlicher werden, wenn sie unter sich waren und eigentlich keine Rollen mehr zu spielen hatten.
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