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Alle Inplayzitate
Sofern die Geschichten einen wahren Kern besaßen und die sprechenden Überbleibsel jenes Mannes nicht mit den Gebrüdern Grimm zu konkurrieren versuchten.
Wäre das Gewohnheitstier ein reales Wesen und nicht nur eine veranschaulichende Umschreibung, dann wäre genau dieses wohl zu seinem Familiar auserkoren worden.
Weil's in Vergessenheit geraten ist, wie so manche Worte zwischen den Zeilen
Dennoch war der Schmerz jedes Mal aufs Neue anstrengend, wann immer er ihn phasenweise einholte, wie lästige Verwandte, die unangekündigt vor der Tür standen und viel zu lange blieben.
Aufgeladen von versteckter Rhetorik und falschen Lächeln, wie er anhand der Eröffnungsrede von Sibyll van Doren bereits erkennen konnte. Wäre er nicht Teil des Kreises der Eingeweihten, hätte er ihre Worte ohne Ausnahme geschluckt, genossen, verdaut.
Er war nicht nur zu ihr ein lausiger Vater, sie glaubte, er war es zu allen von ihnen. Immerhin da war er gerecht.
„Es braucht keine schwarze Magie, um grausam zu sein, Joaquin Moreno, du beweist es auch ohne“, gab sie mit zitternder Stimme von sich. „Schäm dich.“
Wenigstens hätte er bei einem Absturztod auf den Klippen eine schöne Aussicht auf das Meer. Gott, er vermisste das Meer.
Balthazar war eben der Mann fürs Grobe, nicht für schlaue Sätze und überzeugende Reden. Er hatte Fäuste. Die waren überzeugend genug.
Italienisches Essen schlugen nur Menschen aus, die etwas zu verbergen hatten.
So wirklich hat er mich nie gesehen… was schon merkwürdig ist, weil mich jeder sieht. Vielleicht mag ich ihn deswegen so?
„Ich glaube es nicht nur, ich weiß es. Dante ist Olivias Vater.“ Herzlichen Glückwunsch, Sie sind Onkel!
Die Deutsche nickte und setzte sich dann an den Tisch, auf dem bereits Kekse dargebracht wurden, fast als wären sie Opfergaben für einen rachsüchtigen Gott.
Werwölfe hätten vermutlich einen lauten Heuler losgelassen, wenn sie gesehen hätten, wie Leanders Gesicht aufleuchtete, als wäre es ein strahlender Vollmond in einer klaren Nacht.
Das hatte sie erwartet. Gehofft. Irgendwas. Hauptsache sie würden zusammen sein, zusammen alt werden, zusammen ihr Kind, ihre Kinder aufwachsen sehen. Zusammen. War das zu viel verlangt? Sie war nicht unglücklich um Olivia, nein, im Gegenteil. Aber sie schämte sich, dass sie Olivia nicht das geben konnte, was sie brauchte. Eine Familie. Einen Vater. Geschwister.
Stattdessen hatte sie ihr nur Lügen geboten.
Lorenzo wusste, dass er am Watschenbaum rüttelte. Er legte es sogar darauf an.
Wir haben uns so lang nicht gesehen und mir fällt nicht mal ein wie geht's dir von den Lippen. Mir brennt nur die Frage auf der Zunge, wieso sie hier ist. Hier wo ich bin, wo keiner sein sollte.
Seine Worte sind wie Brandbeschleuniger und ein Funke reicht, dann brennt hier alles (und vor allem ich) nieder.
Rot ist teuer (Haar und Kleid), vor allem an ihr und trotzdem weiß ich's besser wegen einer Tür, durch die sie gegangen ist und dahinter ist nichts mehr (zu) teuer — vor allem nicht die eigene Würde.
« Vielleicht liegt’s ja auch in der ander’n Richtung? Muss’u da auch hin? » Klingt sicher so selbstverständlich, wie’s klingen soll. Wohne neuerdings beim äußeren Ring (eigentlich ja nicht).
Ich lieg auf dem Boden, mein Rücken ist Nass; in meiner Brust pumpt mein Herz ums Überleben und zwischen all dem Alkohol und Rausch; zwischen Karten und Talern liegt meine und seine Wut.
In der einen Ecke des Boxrings stand Dante, k.o. geschlagen von einer initial lebenslänglichen Haftstrafe, isoliert von der Welt, abgeschottet von Magie, um für seine schwarzmagischen Sünden zu büßen. In der anderen Ecke befand sich Hester als alleinerziehende Mutter, die Verantwortung für einen viel zu kleinen Menschen übernommen hatte, ohne sich auf ihren Mann verlassen zu können, allein, verzweifelt, mit der Notwendigkeit alle schönen Träume hinter sich zu lassen und trotz Ängste und Sorgen
Die letzten Reste von Alkohol in meinem Blut betäubt mich so weit, dass ich still und stumm den Kopf schüttel — ich beiß mir auf Lippe, Zähne mahlen Worte zu staubiger Asche an denen ich ersticke und die mir nicht über die Lippen kommen.
« Du unterschätzt leider wie wenig ich an meinem Leben hänge. » Der Hauch an Trauer der mitschwingt, wird ihn nicht erweichen — ich kann sehen wie's hinter seinen Augen kocht und in seinen Muskeln zuckt.
Wäre das ein Drehbuch, dann sind's vertauschte Rollen. Wir sind wieder siebzehn, nur ist nichts wie damals.
Ich bin auf offener See und kein Land ist in Sicht, wenn ich untergeh' dann mit seiner Kohle.
Na, da logen sie sich gerade beide mitten ins Gesicht. Wenigstens war es offenkundig und glasklar für alle Beteiligten, dass dieses Zusammentreffen nur unangenehm werden konnte.
Ich hab zwar keine Krone, aber Arroganz für fünf und die darf er sehen.
Das sind Narben auf meinem Herzen und auf meiner Seele und unter jeder ist das Wort Maksim und Eliyas eingeritzt.
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