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Ja, das hier war ihre ganz eigene Hölle. Eine Hölle mit weißen Theken und Schränken, mit klassisch mintfarbenen Absetzungen an den Rückwänden der Küchentheken und dem Türrahmen. Die meisten Nachbarn hatten ähnliche Küchen. Es war gerade in Mode. Aber manchmal machte sie das Mintgrün wahnsinnig.
Die Männer hatten in der Küche nichts verloren, sie störten nur mit ihren wenig geistreichen Kommentaren und – weitaus schlimmer – ihren ungefragten Tipps.
Er nahm es mit noch weniger Fassung als Zenaida – und eine kleinlaute Stimme in ihrem Kopf fragte sich, ob das überhaupt möglich war.
Die meisten Namen ihrer Mitschüler und Mitschülerinnen waren ihr entgangen, aber über die Heulsuse des Jahrzehnts hatte sie sich besonders oft lustig gemacht und entsprechend hatte sich sein Name bei ihr eingebrannt. Der Blonde sah aus, als ob er sich jeden Moment übergeben würde. Hauptsache nicht auf Zenaida oder ihre Schuhe.
Mit solchen Dingen war sie noch nie konfrontiert worden. Sonst hieß es immer nur, Zenaida Blum, ich will sein wie sie, Zenaida Blum, wie kann man nur so hübsch sein, Zenaida Blum schafft sogar Bestnoten zu halten… Die Zeiten waren jetzt wohl vorbei.
Zenaida Blum war durchgefallen, Zenaida Blum musste das Jahr wiederholen, Zenaida Blum hat endlich bekommen, was sie verdiente.
Hier sind wir wieder, live für Sie aus dem Stadio Olimpico in Rom. Nach der Halbzeit geht es weiter. Was für eine Show… Bellandi gegen Bellandi. Balthazar schafft es nicht die Enttäuschung seiner Frau zu sehen-, Balthazar ballte die Fäuste in das Handtuch, ehe er es zurückgehangen hatte. Sein vorlautes Familiar wollte ihn heute Abend also wirklich in den Wahnsinn treiben.
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